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Basisinformation über Knochenmarktransplantation

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Knochenmarktransplantation bedeutet die Übertragung bzw. die Verplanzung der im Knochenmark enthaltenen blutbildenden Stammzellen von einem gesunden Spender auf einen Patienten. Der Begriff Transplantation stammt aus dem Lateinischen und heißt Verpflanzung (trans = jenseits; plantare = pflanzen).

Knochenmark befindet sich im Knochen und bildet dessen Hauptanteil, wo die lebensnotwendige Blutbildung stattfindet. Gebildet werden folgende Blutzellen:
1. Die roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport verantwortlich sind.
2. Die weißen Blutzellen, die das Immunsystem des Körpers mitbilden und sich im Falle einer Infektion mit dieser auseinandersetzen.
3. Die Blutplättchen, die für die Blutgerinnung mitverantwortlich sind.

Wenn das Knochenmark als Organ versagt, so erliegt die Blutbildung. Die Zahl der Blutkörperchen sinkt, es kommt zur Blutarmut, auch Anämie genannt, sowie erhöhter Infektions- und Blutungsneigung durch Fehlen der verschiedenen Blutzellen.
Eine Knochenmarktransplantation ist nicht nur bei Versagen des Organs Knochenmark indiziert, sondern auch bei bösartiger Entartung von Blutzellen, z.B. bei den Leukämien (Blutkrebs).

Voraussetzung für eine Knochenmarktransplantation:
Voraussetzung für das Gelingen einer Knochenmarktransplantation ist eine genaue Übereinstimmung der sogenannten HLA-Gewebemerkmale (HLA= Humane Leukozyten-Antigene) zwischen Spender und Empfänger. Dafür sind Eiweißmoleküle, die sogenannten HLA-Moleküle, auf der Oberfläche jeder Körperzelle verantwortlich, die in ihrer Komposition für ein Individuum einmalig und unverwechselbar sind.

Man unterscheidet folgende Arten der KMT: allogene, verwandte Transplantation
Der HLA-verträgliche Spender ist mit dem Empfänger blutsverwandt. In erster Linie kommen Geschwister in Frage.

allogene, nicht verwandte Transplantion
Der HLA-verträgliche Spender ist nicht mit dem Empfänger verwandt und wurde in der Regel durch Suche in einem nationalen oder internationalen Spenderregister gefunden.

autologe, Transplantation
Der Patient erhält nach einer intensiven Chemotherapie seine eigenen Zellen zurück.

 

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Schlagzeilen

Thalassämien, auch Mittelmeeranämien genannt, bilden eine alte Krankheitsgruppe, deren Existenz seit bereits mehr als 7.000 Jahren als erwiesen gilt.

Der Name der Krankheit Thalassämie leitet sich von dem altgriechischen Wort für Meer "Thalassa" ab, da man sie in der Antike für die "Krankheit, die aus dem Meer kommt" hielt.

Erst 1925 veröffentlichte der Kinderarzt Thomas Benton Cooley eine Arbeit über die Thalassämie. Diese gilt als Erstbeschreibung der Krankheit, weshalb die Thalassämie lange Zeit Cooley-Anämie genannt wurde.